Neue Bücher und Filme der edition bentheim

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

in diesem Artikel möchte ich Sie auf neu erschienene oder bald erscheinende Bücher und Filme hinweisen, die für Sie und Ihre Arbeit mit sehbehinderten oder blinden Menschen von Interesse sein könnten. Im Moment erleben wir ja in unserer Fachdisziplin eine Ausweitung unserer Klientel in Richtung wahrnehmungsgestörter Menschen (über die Begrifflichkeit kann und wird man sich sicherlich streiten), dies spiegelt sich auch in den Neuerscheinungen der edition bentheim wieder.

Die niederländischen Autorinnen und Autoren Monique Hamer-de Jong, Paul Lagerweij und Margreeth Strietman-te Roller haben sich mit dem Problem des Autismus in Verbindung mit Sehschädigung beschäftigt. Die deutsche Übersetzung (dankenswerterweise von Heinz Graumann, Schleswig, getätigt) ist nun unter dem Titel: „Kinder mit Sehschädigung und Autismus. Eine praktische Handreichung für die Begleitung von Kindern mit Sehschädigung und Autismus-Spektrum-Störung“ in der edition bentheim erschienen und soll eine „praxisorientierte Handreichung für Eltern, Lehrkräfte, Erzieher in Wohnheimen und anderen, die mit diesen Kindern zu tun haben“, sein.

Ebenso auf Grund einer Initiative einer Schleswiger Kollegin, Susanne Mundhenk (gleichzeitig Übersetzerin, Dank dafür!), erschien vor Kurzem eine Aufsatzsammlung des bekannten Fachautors Gordon N. Dutton zur Thematik der Zerebralen Visuellen Verarbeitungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen unter dem Titel „CVI – Cerebral Visual Impairment„. Sie gibt einen Überblick über die hirnphysiologischen Erkenntnisse zur CVI und deren Auswirkungen auf betroffene Kinder. Darüber hinaus besitzt der Autor auch im praktischen Umgang mit Kindern mit CVI jahrelange Erfahrungen: Der von ihm und seinem Team entwickelte Beobachtungsbogen ist hier ebenso enthalten wie konkrete praktische Angebote für den Alltag von Kindern mit CVI bis hin zu Überlegungen für die Gestaltung einer barrierefreien Schule für diese Kinder.

Auf die Lehrfilmreihe „Entwicklungsbesonderheiten blindgeborener Kinder“ von Prof. em. Dr. Michael Brambring (Universität Bielefeld) möchte ich hier auch deshalb besonders hinweisen, weil die beiden bisher erschienenen DVDs (Entwicklungsbereich 1: Grobmotorik: Teil 1: Haltungs- und Gleichgewichtsmotorik; Selbstinitiierte Bewegungen, Teil 2: Orientierung und Mobilität) durch eine dritte (Doppel-)DVD ergänzt werden (Entwicklungsbereich 2: Feinmotorik, Manuelle und lebenspraktische Fertigkeiten), die soeben erschienen ist. In der dritten DVD wird der Erwerb von Entwicklungsfertigkeiten zu den manuellen und lebenspraktischen Fertigkeiten dargestellt, sowie in beiliegenden Heften beschrieben. Diese umfassende und grundlegende Lehrfilmreihe wird nun von der edition bentheim zu einem äußerst attraktiven Preis angeboten.

Ein Film ganz anderer Art ist der (in Kürze erscheinende) Film „Sehsam“, der in 18 Minuten die Pädagogische Frühförderstelle „Sehsam“ im österreichischen Vorarlberg plastisch darstellt. Karin Lehninger und Rosmarie Nef-Landolt haben einen Dokumentationsfilm erstellt, in dem Mitschnitte aus verschiedenen Frühförderstunden zu sehen sind. Damit möchten die Autorinnen pädagogische Hausfrühförderung für Kinder mit Sehbehinderung, Blindheit und Seh- Mehrfachbehinderung verständlich machen und über diesen Weg die interdisziplinäre Zusammenarbeit unterstützen.

Schließlich möchte ich noch auf eine kleine Broschüre (40 S.) hinweisen, die soeben frisch von der Druckmaschine gekommen ist: „Schritte inklusiver Schulentwicklung. Erkenntnisse für die barrierefreie Teilhabe hochgradig sehbehinderter und blinder Kinder und Jugendlicher an inklusiven Bildungsprozessen„, die von Dr. Ursula Böing, Universität Köln verfasst wurde: Wie können Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Sehen barrierefrei an inklusiven Bildungsprozessen teilhaben? Welche besonderen Bedarfe haben sie? Welche Unterstützersysteme sind notwendig? Ausgehend von den Erfahrungen im Gemeinsamen Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit hochgradiger Sehschädigung und Blindheit an der LVR-Louis-Braille Schule in Düren werden in diesem Band konkrete Voraussetzungen, Bedingungen und Wege für eine inklusive Schulentwicklung aufgezeigt.

‚Last but not least‘ weise ich heute schon auf den in der Endredaktion befindlichen Kongressbericht des XXXV. Kongresses für Blinden- und Sehbehindertenpädagogik des VBS 2012 in Chemnitz hin, den Sie jetzt schon über die E-Mail-Adresse info@jwk-akademie.de vorbestellen können.

Weitere Veröffentlichungen sind noch in diesem Jahr geplant, so zur Biographiearbeit bei mehrfachbehinderten Kindern, zur Kommunikation mit taubblinden Menschen und zur Beratung und Unterstützung von sehbehinderten oder blinden Kindern mit weiterem Förderbedarf.

Sie sehen, es ist und bleibt ein veröffentlichungsfreudiges Jahr 2013! Bleiben Sie uns (www.edition-bentheim.de) und der Johann Wilhelm Klein-Akademie (www.jwk-akademie.de) verbunden!

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Dr. Wolfgang Drave

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